Uso

Léiw Leit,

Ech wollt iech just Bescheed soen, dass ech an Zukunft nëmmen nach Anträg op Lëtzebuergesch hei wärt publizéieren. Dat wäerte méi perséinlech Saache sinn, meng zukünfteg Bréiwer a gutt recherchéiert Artikele wärt ech op mengem neie Blog http://kimgreis.eu publizéieren, deen ech dann och komplett op Däitsch hale wärt.

 

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Iwwert mäin Austrëtt aus der kathoulescher Kierch.

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Ewéi vill Kanner, gouf och ech wéi ech kleng war gedeeft. Dat loung net drun, dass meng Eltere besonnesch kathoulesch waren, mee éischter drun, dass et en Zwang war (oder vläit nach ass?). Jiddefalls hunn ech dunn virun e puer Wochen eng Demande iwwert aha.lu geschéckt, fir aus der kathoulescher Kierch auszetrieden. Virun 2 Deeg war et dunn endlech sou wäit! Ech krut e Bréif vum Bistum, dass ech deem Club net méi géif ugehéieren.

Ech kann nëmme jidderengem, deen sech net an der kathoulescher Kierch wuel fillt, roden dee Schrëtt och ze goen. D’Kierch dominéiert déi lëtzebuergesch Gesellschaft vill ze vill. Si berufft sech dobäi op den héije Prozentsaz un Awunner déi Katholike sinn, amplaz ze kucke wéi vill Leit nach an d’Mass ginn. All eenzelne ka mathëllefen, fir den Afloss vun der kathoulescher Kierch ze miniméieren. Also, wanns du net gleeweg bass, firwat bass de dann nach an der Kierch? Et ass ganz einfach: Géi op http://www.aha.lu/index.php?option=com_content&view=article&id=194&Itemid=53 a bannen e puer Woche bass de net méi Member vun der kathoulescher Kierch!

Summercamp vun déi jonk gréng

Stau

De leschte Weekend duerft ech der drëtter Editioun vum Summercamp vun déi jonk gréng bäiwunnen. Donieft war et och mäin drëtte Summercamp. Nei war, dass sech de Summercamp iwwert dräi Deeg gezunn huet an och dass et eng éischte Kéier zu Lëltz war. Nieft politesche Workshops stoungen och sportlech Aktivitéiten um Programm.

Freides hunn mer bis an den Nomëtteg eran um Stauséi gechillt ier mer mat méi eeschten Themen ugefangen hunn. Vu dass Neiwahle sinn, hunn mir eis läscht Virbereedunge getraff fir eise Walprogramm fäerdegzestellen. Fir eise Walprogramm integral duerchzehuelen an ze verbessere ware mer bis en Samschden den Owend amgaangen. Freides Owes dunn hunn mer vegetaresch gegrillt, a bis an d’Nuecht eran iwwert politesch Themen diskutéiert! En Samschden hunn mer nom Mëttegiesse puer Ronne Basket gespillt ier mer weider um Programm geschafft hunn. Nodeems déi läscht Amendementer gestemmt goufe koume mir zu eiser Assemblée Générale extraordinaire wou e puer aktiv Memberen an de Comité gewielt goufen. Dowéinst begréissen ech de Joël Back, de Claude Biver an d’Jennifer Vieira häerzlech am Comité! Dono hunn mer nach eise Slogan presentéiert! En Sonnden hunn mer nach e puer Virbereedunge fir d’Wahlcampagne gemaach. An esou ass och déi drëtten Editioun vum Summercamp op en Enn gaangen!

Fazit: De Summercamp ass net nëmmen eng Plattform fir iwwert politesch Themen ze diskutéieren, mee en stäerkt och den Teambuilding! Jiddereen deen do war konnt aktiv matschwätzen! Doriwwerhinaus léiert een sech iwwert dräi Deeg besser kenne wéi wann een sech heiansdo just an enger Comitésversammlung gesäit!

Offener Brief an die Redaktion des Luxemburger Worts

Liebe Redaktion,

Der luxemburgische Presserat hat im Jahr 2006 einen aktualisierten Ethikkodex gestimmt.  Dieser besagt unter anderem, dass sich die Presse gegen jede Form von Diskrimination verpflichtet (Art. 5 a) und dass die Presse die menschliche Würde, sowie eines jeden Individuums, respektiert und verteidigt (Art. 5 c). Desweitern besagt er noch, dass der Beruf des Journalisten sich auf das Informieren und die Entstehung der öffentlichen Meinung beschränkt (Art. 6 a).

Mir ist aufgefallen, dass einige Ihrer Inhalte nicht konform mit dem Ethikkodex sind, den Sie selbst mit ausarbeiten und stimmen durften. Obwohl es mittlerweile viele glaubwürdige Studien gibt die belegen, dass die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare keinerlei Auswirkungen auf die Kinder hat, hat einer Ihrer Journalisten einen recht fragwürdigen Kommentar über dieses Thema geschrieben. Er behauptet unter anderem, dass die Zugänglichkeit der Volladoption gleichgeschlechtliche Eltern dazu zwingt ihren Kindern eine fiktive Lebensgeschichte aufzutischen. Nachher behauptet er zwar, dass dies bei heterosexuellen Paaren auch der Fall wäre, glaubt jedoch der Besitz von verschiedengeschlechtlichen Eltern kompensiere dies wieder. Wieso soll ein heterosexuelles Paar Eigenschaften besitzen, die ein homosexuelles Paar nicht besitzen kann? Diese Haltung lässt sich auch im Rest des Kommentars finden. Ich finde es unverschämt, dass eine Zeitung die sich an den Ethikkodex des Presserates halten muss und sich somit gegen Diskrimination verpflichtet so etwas veröffentlicht! Mir ist bewusst, dass die sexuelle Ausrichtung von Menschen nicht klar im Ethikkodex erwähnt wird, aber jemand der etwas auf sich hält diskriminiert keine Menschen, egal aus welchem Grund. Trotzdem würde ich dem Presserat vorschlagen, den eben genannten Punkt noch in den Kodex einzufügen.

Es kommt aber noch besser: Am 27. Juli hat die Facebook-Seite „wort.lu“ ein Titelbild hochgeladen, das die 60 Listenkandidaten der CSV zeigt. Der Beruf des Journalisten ist es, zu informieren. Dieses Titelbild jedoch ist reine Werbung für die CSV. Dies wäre ja alles in Ordnung gewesen, wenn Sie Bilder anderer Parteien hochgeladen hätten, aber dies blieb aus. Dieses Vergehen könnte die Leser manipulieren und ist definitiv nicht der Zweck einer modernen Presse, sondern grenzt eher an Propaganda! Dies ist besonders schlimm, weil ungefähr 80% aller Abonnenten von Tageszeitungen in Luxemburg das Wort abonniert haben.

Desweitern kritisiere ich Sie für Ihren Umgang mit den Leserbriefen. Es ist klar, dass alleine die Redaktion einer Zeitung sich für oder gegen die Veröffentlichung eines Briefes entscheidet. Sie veröffentlichen Leserbriefe, deren Inhalt quasi an Homophobie grenzt, aber Leserbriefe die die Öffnung der Ehe und der Adoption begrüßen werden nicht veröffentlicht. Es gibt noch weitere Beispiele: Briefe die Jean-Claude Juncker verherrlichen (ohne irgendwelche tragbaren Argumente zu nennen) werden veröffentlicht, andere jedoch die Juncker kritisieren werden ignoriert. Eine Zeitung die für „Wahrheit und Recht“ steht soll auch die ganze Wahrheit veröffentlichen, sprich alle Leserbriefe veröffentlichen die zu einem Thema gehören (vorausgesetzt der Brief erfüllt objektive Kriterien). Falls Sie über ein Thema nichts berichtrn wollen, sollten Sie einfachen keinen Brief dazu veröffentlichen. Alles andere grenzt an Manipulation und kann definitiv nicht mit „Wahrheit und Recht“ betitelt werden!

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Mit freundlichen Grüßen,

Kim Greis

http://www.wort.lu/de/view/der-mensch-ist-keine-ware-51c7b9b7e4b0c3ca56c5aee6

Offener Brief an Premierminister Jean-Claude Juncker

Herr Juncker,

Sie haben sehr viel für Luxemburg und Europa getan. Ich spreche Ihnen meinen tiefsten Respekt aus für Ihre Arbeit in der Europapolitik. Ich bedaure jedoch, dass Sie Ihre Visionen von einem vereinten Europa zurückzogen. Dies ist meiner Meinung nach der richtige Ansatz um den Ländern der EU eine glorreiche Zukunft zu verschaffen. Ich stelle mir immer die Frage, ob es überhaupt möglich ist, zeitgleich ein hohes Tier in der Europapolitik zu sein und sich trotzdem als Premierminister um sein eigenes Land kümmern zu können. Ein Premierminister sollte seine volle Aufmerksamkeit auf die Entwicklung seines Landes richten. Sie wurden nie in eine europäische Funktion gewählt, Ihre einzige Legitimation liegt in Luxemburg, also hätten Sie sich prioritär um Luxemburg kümmern müssten. In meinem kurzen Leben musste ich feststellen, dass Luxemburg vernachlässigt wurde. Ob das nun Ihre Schuld ist, oder nicht, sei dahingestellt, Fakt ist aber, dass Sie seit 18 Jahren an der Spitze Luxemburgs stehen, länger als irgendein anderes demokratisch gewähltes Regierungsoberhaupt. Da der Großherzog als Monarch nicht in die Politik eingreifen darf, stellen Sie in gewisser Weise auch den Regenten des Landes dar. Deshalb würde ich es für angemessen halten, wenn die Anzahl der Amtszeiten eines Premiers limitiert wären, wie es in anderen Ländern auch der Fall für den Präsidenten ist. Man bedenke, dass der ehemalige, verstorbene Präsident Venezuelas Hugo Chávez als diktatorischer Machthaber dargestellt wurde, als er das Grundgesetz veränderte, damit er noch ein drittes Mal kandidieren konnte. Das Gleiche gilt für Vladimir Putin, er wurde sehr von den westlichen Medien kritisiert, als er nach seiner zweiten Amtszeit nicht abtrat, sondern lediglich den Posten mit Dmitri Medwedew wechselte, um sich danach wieder zur Wahl stellen zu können. Dies sind alles Vergehen, die sehr fragwürdig sind und tatsächlich diktatorischen Zuständen gleichen. In Anbetracht dieser Fakten sind vier Amtszeiten als Premierminister meiner Meinung nach mehr als fragwürdig. Natürlich wurden Sie, seit Sie Premierminister sind, immer wieder demokratisch wiedergewählt, aber das Land scheint unter Ihnen zu stagnieren. Wichtige Reformen müssen ausgeführt werden. Die einzigen großen Reformen, die von der Regierung ausgingen wurden von Ihrem Koalitionspartner, der LSAP, vollstreckt. Lediglich die Beamtenreform ging von der CSV aus.

Die luxemburgische Politik braucht frischen Wind. Viele Wähler glauben, dass es außer Ihnen keinen fähigen Mann (oder Frau) in der luxemburgischen Politik gibt. Sicherlich haben Sie großes getan, aber Sie sind auch kein Übermensch. Sie haben zwar bewiesen, dass auch hohe Politiker fehlbar sind, dennoch räumen Sie Ihre Fehler nicht wirklich ein. Sie erkennen zwar, dass Fehler begangen wurden, aber Sie greifen ständig auf Ihre gängigen Ausreden zurück. Um einige zu nennen: „Dovunner wousst ech naischt.“ oder „Daat krut ech ni gesoot!“. Unabhängig davon ob Sie jetzt von den Missständen Bescheid wussten oder nicht, gab es auf nationaler Ebene zumindest einen Politiker, der Größe bewies, indem er die Verantwortung für Fehler die in seinem Ministerium begangen wurden übernahm. Das war der, verstorbene, ehemalige Gesundheitsminister Johny Lahure (LSAP), der 1998 von seinem Posten zurücktrat. Auch auf internationaler Ebene gibt es ein rezentes Beispiel: Der ehemalige tschechische Premier Petr Nečas ist im Juni 2013 wegen, unter anderem einer Spitzelaffäre, zurückgetreten. Trotz den Missständen würden viele Wähler Sie wiederwählen. Anstatt Sie wegen Ihrer begangenen Fehler zu kritisieren, bemitleiden diese Menschen Sie, und finden, dass Sie einen solchen Abgang nicht verdient haben. Ich hätte Ihnen auch einen besseren Abgang gewünscht, indem Sie von sich aus zurückgetreten wären, anstatt von der LSAP und der Opposition dazu gedrängt zu werden. Dann würden Sie aber wahrscheinlich nicht bemitleidet werden, da spätestens dann jeder gemerkt hätte, dass sie Fehler begangen haben, wie sie in einem Rechtsstaat leider nicht begangen werden sollten.

Vier Amtszeiten sind eine lange Zeit. Ich habe außer Ihnen noch keinen anderen Premierminister erlebt. Indem Sie versuchen ein weiteres Mal für den Posten zu kandidieren, bereiten Sie den Abschied zwischen Ihnen und dem Volk nur schwerer. Nach vier Amtszeiten ist der Schaden angerichtet, viele Wähler könnten sich keinen anderen Premierminister vorstellen. Je eher Sie sich endgültig von dem Posten verabschieden, desto einfacher wird es für das Volk sich an einen neuen Premier zu gewöhnen. Auch wenn dieser Prozess jetzt schon langwierig wäre, würden weitere Amtszeiten ihn nur erschweren. Denn irgendwann müssen Sie sich aus der luxemburgischen Politik verabschieden, daran führt kein Weg vorbei.

Ich danke Ihnen herzlich für ihr Engagement in der luxemburgischen Politik!

Mit freundlichen Grüßen,

Kim Greis

Erschien am 15.07.2013 http://news.rtl.lu/commentaire/lieserbreiwer/2013/452770.html